TSV
Rönsahl 1886 e.V.

Der Verein

Postanschrift

 
TSV Rönsahl 1886 e.V.
Postfach 3168
58566 Kierspe-Rönsahl
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Internet: www.tsvr1886.de

Sportplatz und Vereinsheim

 
Leyerweg, 58566 Kierspe-Rönsahl
Postfach 3168
58566 Kierspe-Rönsahl

Vereinsbeiträge TSV Rönsahl 1886 e.V.

halbjährlich
Erwachsene - 36,00€
Kinder / Jugendliche - 18,00€
AZUBIS / Studenten - 18,00€
Passives Mitglied - 18,00€
Familienbeitrag (*) - 60,00€
(*) Informationen über den Vorstand

1. Vorsitzender

 
Klaus Peveling
Grenzweg 9a
58566 Kierspe
Tel: 02269 / 929977
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2. Vorsitzender

 
Thomas Nies
Am Wernscheid 25
58566 Kierspe-Rönsahl
Tel: 02269 / 180909
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Kassierer

 
Stefan Wasserfuhr

Schriftführer

 
Hartmut Turck
Linckestraße 17
58566 Kierspe
Tel: 02359 / 7155
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Beirat

 
Brigitte Tomczak
Stegfan Nies
Daniel Rausch
Yannik Achenbach
Ehrenvorsitzender:
Hermann Schlüter

OFFIZIELLE
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Chronik

1886 - 1937

Rückschauend kann man sagen, daß es sich um eine sehr turbulente Zeit gehandelt hat. Das große politische Geschehen im Ablauf seit 1886 führte auch den Verein über Höhen und Tiefen. Immer wieder fanden sich aber Freunde der Turnsache, die eine Wiederbelebung förderten. Leider ist das Gründungsprotokoll von 1886 nicht mehr vorhanden, so daß die Namen sämtlicher Mitglieder nicht mehr festzustellen sind. Da die Zeitungen damals nur sehr selten mit Lokalnachrichten versehen wurden, sind die Mitteilungen über die Gründung des Vereins nur in ein paar Artikeln des Lüdenscheider Wochenblattes (im folgenden: L.W.) von 1886 erwähnt. Darin wird wie folgt berichtet:

Rönsahl, 4. Mai 1886 (L.W. No. 53 vom 6.5.1886)
Wie verlautet, wollen die jungen Männer hiesiger Gegend zusammentreten, behuls Bildung eines Turn-Vereins, ein Zeichen, daß auch hier das Interesse für die nationale Bedeutung des Turnens erwacht.
Davon unterrichtet, wollen die Turn-Vereine des 6. Bezirks am Himmelfahrtstage eine Turnfahrt nach hier veranstalten, um obigen Zweck zu unterstützen.
Wünschen wir besten Erfolg, daß auch unser Ort in Zukunft eine Pflegestätte echten deutschen Strebens und turnerischen Geistes sei.

(L.W. No. 61 vom 23.5.1886)

Vor einigen Tagen ist hier ein Turn-Verein zustande gekommen, welcher zu großen Hoffnungen berechtigt, weil die Leitung in tüchtigen Händen ruht. Um den jungen Verein zu unterstützen und die Einwohnerschaft von Rönsahl für die Turnsache noch mehr zu erwärmen, veranstaltet der 6. Bezirk des Märkischen Gaues am Himmelfahrtstage eine Turnfahrt nach Rönsahl.

Aus der nachfolgenden Schilderung über die Planung, das heißt der Anmarsch der Vereine und über den Verlauf des Tages:
In Brügge war der erste Treffpunkt für die Vereine aus Lüdenscheid, Oberrahmede, Brügge und Schalksmühle. Am Tannenbaum (jetzt Kierspe-Bhf) kam Meinerzhagen und in Wildenkuhlen kam Halver hinzu.

Inzwischen war der junge Verein schon tätig und beteiligte sich in Meinerzhagen an einem Freundschaftsturnen. Darüber berichtet uns die Zeitung wie folgt:

Meinerzhagen, 25. Mai (L.W. No. 62)
Vergangenen Sonntag machte der vor einigen Wochen (richtig muß es heißen: vor einigen Tagen) gegründete Rönsahler Turn-Verein eine Turnfahrt nach hier zum Besuch unserer Turnvereins. Gegen 15.30 Uhr langten dieselben ca. 20 Mann starken und durchschnittlich stramme junge Leute hier an. Nachdem der hiesige Verein eine Gruppe Übungen am Rech durchgenommen und einige Freiübungen ausgeführt hatte, turnten beide Vereine eine Gruppe Barrenübungen durch und zeigten die Rönsahler Genossen, daß sie nicht zum Vergnügen hierher gekommen.
Um 18.30 Uhr marschierten letztere wieder ab, begleitet von unsern Turnern. Möge die turnerische Jugend immer mehr Aufmunterung und Erfolg erfahren, auf daß sie herangebildet werde zu einem tatkräftigen und selbstbewußten Geschlecht, gesund an Leib und Geist. Gut Heil.

Für die Öffentlichkeit trat der Verein erstmalig am Himmelfahrtstag 1886 und dem ersten Bezirksturntag in Rönsahl in Erscheinung.

Diese Zeitungsberichte aus dem Gründungsjahr beweisen, daß sich die Rönsahler Jugend mit großem Eifer an der Turnsache beteiligte. Zu den Mitgründern und Mitgliedern gehörten auch mehrere Jugendliche aus der Gemeinde Klüppelberg. Darunter waren zeitweise sogar die besten und eifrigsten Turner. Weshalb es zu einer Trennung kam, darüber soll an anderer Stelle kurz berichtet werden.

Aus den mündlichen Erzählungen der Mitbegründer des Vereins war zu entnehmen, daß die Vereinsgründung wohl in erster Linie für die Mitglieder eine Vorbereitung für die zu erwartende Militärdienstzeit war. Urlauber und Reservisten ermahnten die ausgehobenen Rekruten zu turnerischen Übungen und schilderten die Vorzüge der körperlichen Ertüchtigung.

Drei Klimmzüge am Querbalken bis zum 2. Uniformknopf und der Aufschwung am Reck waren Mindestleistungen. Mit den einfachsten Mitteln war auch schon vor 1886 an einigen Stellen im Dorf und auf den Höfen das "Reck" als Übungsgerät errichtet worden. Schon damals machte sich ein gewisser Wetteifer bemerkbar um Sonderleistungen vor wenigen Zuschauern vorzuführen. Dem neugegründeten Verein haben sich sodann viele Turnfreunde aus dem Dorf und der Umgebung angeschlossen. Unter der bewährten Führung des Vorsitzenden Julius Berghaus, dem 1. Turnwart Lehrer Hüller und dem Schriftführer Theodor Vollmann – später in Lüdenscheid wohnhaft – wurde der vereinsmäßige Turnbetrieb wesentlich gefördert.

In den Kriegsjahren ruhte der Turnbetrieb.

Die passiven Mitglieder haben aus Vereinsmitteln und Sammlungen in der Kriegszeit die Turngenossen im Felde gut mit Liebesgaben versorgt und dafür vielen Dank geerntet.

Nach 1918 wurde sofort mit der Neuorganisation des Vereines begonnen. Die Platzgestaltung – Planierarbeiten, Errichtung eines Geräteschuppens, Baumpflanzungen – erforderte große Arbeitsleistungen.

Die wenige Jahre später eingeführten volkstümlichen Wettkämpfe mit dem Nachbarverein Klaswipper verursachten durch reges Üben gute turnerische Leistungen.

Inzwischen war den im 1. Weltkrieg gefallenen 13 Turngenossen im Jahre 1921 auf dem Turnplatz ein Gedenkstein errichtet und ein Ehrenhain (Eichen) gepflanzt worden.

Bezirksturnfeste wurden noch 1924, 1926 und 1932 in althergebrachter Weise unter Beteiligung der Bevölkerung in Rönsahl gefeiert.

Durch die politischen Unruhen im Jahre 1933 sollte auch der TSV als Verein aufgelöst werden.

Seinerzeit hatten sich jedoch Edmund Beyer so wie die Sportkameraden Ackermann und Haarhaus entschlossen, die Beiträge weiter zu zahlen, um damit den Verein zu erhalten. Diesen Männern gilt auch nachträglich unser aller Anerkennung. Trotzdem war der Blick und der Wille nach vorn gerichtet.

1936 hat der Verein sein "Goldenes Jubiläum" des 50-jährigen Bestehens unter reger Beteiligung der Bevölkerung feiern können.

1937 – 1961

43 Mitglieder nennt die Jahreshauptversammlung vom 9.1.1937, die im neuen Vereinslokal Vormann stattfand.

Trotz miserabler Sportplatzverhältnisse "Auf der Gathe" – der eigentliche Sportplatz mußte bekanntlich dem RAD-Lager weichen – wurde zu dieser Zeit fleißig Handball gespielt, wie der Spielwart Gerhard Fritz in der gleichen Versammlung berichten konnte.

In diesem 51. Jahr des Bestehens konnte auch wieder eine recht ansehnliche Damenriege ins Leben gerufen werden. 26 weibliche Mitglieder hatten sich gemeldet, deren Vorturnerin Agnes Vormann wurde.

Das bedeutendste Ereignis dieser Jahreshauptversammlung 1937 war jedoch der Wechsel in der Vereinsleitung. Der bisherige Vorsitzende Kapitän Buchholz hatte wegen seiner vielen Ehrenämter gebeten, von einer Wiederwahl abzusehen. Seinen Gründen konnte sich die Versammlung nicht verschließen, wählte Hermann Schlacke (bis dahin Oberturnwart) zu 1. Vorsitzenden und Hermann Buchholz wegen seiner großen Verdienste um den Turnverein zum Ehrenvorsitzenden.

Die Jahre bis zum Kriegsausbruch zeigen mehr und weniger das gleiche Bild. Erfreuliche und weniger erfreuliche Berichte sind in den Protokollen der Versammlungen verzeichnet. Hervorzuheben ist noch, daß die Mitgliederzahl sich bis 1938 von 43 auf 84 fast verdoppelt hatte, was wohl in erster Linie der Neugründung der Damenriege zuzuschreiben ist.

Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges und der Zerschlagung des "Dritten Reiches" hatte alle Vereine auf deutschen Boden zunächst einmal aufgehört zu bestehen. Mit allen anderen war auf Befehl der Militärregierung natürlich auch unser Verein aufgelöst, das Vermögen beschlagnahmt und eine Neukonstituierung erheblich erschwert worden. Aber die Jugend war turn- und spielfreudig wie eh und je. Die Arbeit ruhte weitgehend. Nach und nach trafen die Soldaten aus der Gefangenschaft wieder zu Hause ein, kamen in steigender Zahl Vertriebene in unser Dorf, und schließlich wurde noch ein Zug deutscher Marinesoldaten in Rönsahl einquartiert. Ohne jede äußere Organisation trafen sich die jungen Leute, um Leibesübungen jeglicher Art zu treiben. Daß hierbei die Ballspiele bevorzugt wurden, versteht sich von selbst. Die hier einquartierten Soldaten stellten eine Fußballmannschaft auf, der sich dann elf Rönsahler Jungen Spiel stellten. Da in Rönsahl kein Sportplatz mit entsprechendem Spielfeld vorhanden war, fuhren die Mannschaften gemeinsam zum Spiel auf benachbarte Fußballfelder. Manchmal wurde auch eine gemeinsame Mannschaft aufgestellt, die sich dann einer benachbarten Fußballmannschaft stellte.

Dieser lockere Zusammenhalt drängte förmlich zu einer Neugründung des Vereins. Jedoch war es damals äußerst schwierig, einen geeigneten und gleichzeitig politisch tragbaren Vorstand zu finden. Wie die meisten noch wissen werden, durften zumindest die Vorstandsmitglieder zu keiner NS-Organisation angehört waren, wenn die Neugründung die Genehmigung der Militärregierung erhalten sollte. Und ohne die Genehmigung der damaligen Besatzungsbehörden durften keine Vereine ins Leben gerufen werden (Vielleicht ist es gut, dies noch einmal ins Gedächtnis zurückzurufen!).

Nach vielen Vorbesprechungen fand die Gründungsversammlung am 19.6.1946 im Lokal Vormann. Als 1. Vorsitzenden wählten die Versammelten Rudolf Pattberg, als Schriftführer Karl Aschenberg und als Kassierer Wilhelm Mühlner jr. 32 Anwesende erklärten an diesem 1946 ihren Beitritt zu dem ins Leben gerufenen Verein, dessen Name seit diesem Tage "Turn- und Sportverein Rönsahl" lautete. Ebenso wurde beschlossen, daß der neue alte Verein sich dem Zentralsportverein Kierspe als selbständige Abteilung anschloß.

Sogleich wurde der Turnbetrieb wieder aufgenommen. Regelmäßig trafen sich die Riegen im Saale des Vereinlokals Vormann. Da das Turnen im geschlossenen Raum nur ein Behelf bei schlechter Witterung, früher Dunkelheit und im Winter sein soll, da ferner die Jugend vor allen Dingen Ballspiele – hier insbesondere Fußball – betreiben wollte, setzten die Bemühungen um einen Sportplatz sehr zeitig wieder ein. Der Platz "Auf der Gathe", der dafür in der Vorkriegszeit vorgesehen, aber nie fertig gestellt worden war, sich nach den langen Kriegsjahren in fast unbenutzbaren Zustand, dazu in so ungünstiger Lage zum Dorf befand, sah die Turner bei leichtathletischen Übungen, bei Ball- und Tummelspiel; eine Sprunggrube wurde hergerichtet. Die unglücklichen Verhältnisse dort hielten jedoch viele von der Teilnahme ab, so daß man sich nach anderen Möglichkeiten umsah.

So fand man sich auf der Liegewiese am Strandbad zusammen, lief auf dem Wege, brachte Verankerungen für ein Reck an und hatte auf diese Weise ein Plätzchen eingerichtet, auf dem man sich vielseitig tummeln konnte, jedoch unter einer unerträglichen Enge litt. Auf diesem Raum fand dann die erste größere Veranstaltung nach dem Kriege statt. Der Zentralsportverband Kierspe organisierte Werbewochen für die Leibesübungen.

In den Orten der einzelnen Vereine wurden Turnfeste gefeiert, an deren Ausgestaltung die benachbarten Vereine mitwirkten (TV Berkenbaum, TV Kierspe 79, TV Jahn Kierspe 04, TSV Rönsahl). Trotz der so großen räumlichen Beschränkung feierten die Aktiven mit der Bevölkerung am 7. August 1947 ein wunderschönes, turnerisch sehr vielgestaltetes Fest!

Auch im Park der Familie Buchholz fanden die Turner eine gastliche Aufnahme. Für leichtathletische Übungen wurden die notwendigsten Anlagen in Selbsthilfe geschaffen. Und an vielen Abenden und Sonntagvormittagen konnte man fröhlich turnerisches Treiben in den idyllisch gelegenen Anlagen beobachten.

Während all diese Möglichkeiten gesucht und erprobt wurden, gingen die Bemühungen um die Erstellung eines richtigen Sportplatzes unermüdlich weiter.

Am 3. September 1950 konnte die Einweihung im Rahmen eines größeren Festes gefeiert werden. Mit uns Turnern freuten sich neben der Bevölkerung auch die Nachbarvereine, die sich an der Ausgestaltung dieser Tage tatkräftig beteiligten. Ein Tischtennisturnier am Samstagnachmittag, ein Fußballturnier am Sonntagvormittag, ein Festzug am Sonntagmittag, turnerische Vorführungen vielfältiger Art und leichtathletische Wettkämpfe am Nachmittag, sowie ein Ball am Abend fanden statt. Dabei prangte unser Ort im festlichen Grün.

Wie belastend sich diese Jahre der Bemühungen um eine feste Bleibe auf das gesamte Vereinsleben auswirkten, zeigt am besten die Namensliste der in dieser Zeit im Turnverein führend tätigen Frauen und Männer. Es würde zu weit gehen, wenn alle hier namentlich angeführt werden sollten. Stellvertretend für alle besonders Verdienten seien hier die 1. Vorsitzenden genannt, die sich in den Jahren des Neuaufbaus für den Verein mit ganzer Kraft eingesetzt und damit unser diesjähriges Jubiläum (1961 – 75 Jahre TSV) mit ermöglicht haben. Da folgte dem bereits genannten Rudolf Pattberg, Max Prüschenk, dem wiederum Karl Ackermann (vorheriger 2. Vorsitzender) die Bürde der Verantwortung abnahm. Als auch dieser nach einigen Jahren krankheitshalber sein Amt als 1. Vorsitzender zur Verfügung stellen mußte, sprachen die Mitglieder im Jahre 1956 ihr Vertrauen einstimmig dem langjährigen Oberturnwart Hermann Praschnigg aus.

Noch einmal müssen wir unser Augenmerk auf die ersten Jahre nach dem Kriege richten, als die Not noch groß, die Turn- und Sportfreudigkeit aber nicht minder groß waren. Vom Turnen und von der Leichtathletik war bereits die Rede. Doch darf nicht unerwähnt bleiben, daß sich in den ersten Jahren nach dem Kriege eine recht ansehnliche und auch spielstarke Tischtennisabteilung unter der Leitung von Hans Hesse gebildet hatte. Die vorhandene Tischtennisplatte wurde "stundenlang nicht kalt". Verschiedene Übungsabende wurden eingelegt, um den Andrang zum leichten Zelluloidball bewältigen zu können. Die Spielfreude und der Trainingsfleiß fanden in den Meisterschaftsspielen an denen man sich beteiligte, ihren Lohn. Nach zweimaligem Aufstieg konnte die 1. Mannschaft sich in der höchsten Klasse des Kreises erfolgreich behaupten. Sogar der Titel einer Kreismeisterin der weiblichen Jugend konnte durch Rosemarie Hesse einmal errungen werden.

Und nun zu "König Fußball". Zwar fehlten in den ersten Jahren nach dem Kriege – wie geschildert – die Voraussetzungen, im Verein Fußball zu spielen. Nachdem aber der Sportplatz in einen spielfähigen Zustand versetzt war, drängte die Jugend mit Macht zum "runden Leder". Und 1949 fanden sich unter der Leitung von Karl Gomann junge Männer und Jugendliche in der Fußballabteilung zusammen, die ihre Freude am Kampfspiel auf dem eigenen und den Fußballfeldern der Vereine der näheren und weiteren Umgebung bewiesen. Mit wechselndem Erfolg – wie könnte es anders sein – spielten die Mannschaften unserer Fußballabteilung in zahlreichen Freundschafts- und Meisterschaftsspielen. Spielte die 1. Mannschaft hindurch in der II. Kreisklasse und hielt ihr in den letzten Jahren ständig eine Spitzenposition, so gelang ihr in der Spielzeit 1960 endlich der ersehnte Aufstieg in die I. Kreisklasse, in der sie sich auch behaupten konnten..

Beteiligte Spieler waren: Manfred Thobae, Günter Gerhards, Klaus Birkenkamp, Hermann Schlüter, Wilfried Gerhards, Karl Friedrich Schmidt, Alfred Gerhards, Klaus Rossbacher, Kurt Kobus, Karl Heinz Kobus, Walter Vollmann.

Nicht anders erging es den Jugendmannschaften dieser Jahre. Mal gab es Niederlagen am laufenden Band, mal spielte man mit wechselndem Erfolg, mal brauchte man nur selten eine Niederlage einzustecken. Dabei muß hier einmal darauf aufmerksam gemacht werden, daß Jugendmannschaften normalerweise in A- (16-18 Jahre) und B (14-16 Jahre alt) –Mannschaften eingeteilt werden und unser Verein die jüngsten zusammen mit den ältesten Jugendlichen in einer Mannschaft spielen lassen muß und demzufolge in der A-Klasse anzutreten hat. Es ist unter diesen Umständen besonders anerkennenswert, wie ausgezeichnet sich die Jugendmannschaften geschlagen und welch achtbare Plätze sie in den Tabellen ihrer Gruppe errungen haben. Nicht ungenannt bleiben soll die Reserve-Mannschaft, die sich in diesem Jahre sehr wacker schlug und in der III. Kreisklasse einen beachtlichen Mittelplatz erkämpfte.

Aber nicht nur die Tischtennis- und Fußballabteilung beteiligten sich an Wettkämpfen ihrer Sparten, sondern regelmäßig konnten die Bezirks-, Gau- und Bergfeste unseres heimischen Turngaus besucht werden. Wie bisher allen Berichten waren die Beteiligung und der Erfolg sehr unterschiedlich. Jedoch ist noch kein Wettkampf besucht worden bei dem der TSV nicht einige Spieler stellte und eine oder mehrere gute Placierungen erringen konnte. Die Jahre, in denen neben den genannten Turnfesten noch das Harkort-, Struckenberg-, Hammer- und Bergneustädter Turnfest besucht wurden, sind vielen noch in guter Erinnerung.

Große Sportfeste konnte unser Verein nicht ausrichten. Dafür wurde der vereinsinterne Zusammenhalt aber gepflegt. So lange noch ein Saal zur Verfügung stand, feierten die Mitglieder regelmäßig ihr Stiftungsfest mit vielseitigen Darbietungen, zu dem die Bevölkerung eingeladen wurde. Diese Veranstaltungen erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden entsprechend gut besucht. Im Sommer des Jahres 1957 hat der Turnverein dann doch noch einmal zu einem großen Turnfest auf dem Sportplatz eingeladen. Mit großer Mühe hatten alle Abteilungen die Vorbereitungen getroffen. Ein herrlicher Sonnenhimmel versprach einen schönen Festverlauf. Leider meinte es das Wetter allzu gut. Die Sonne brannte erbarmungslos heiß, kein Lüftchen verschaffte Kühlung. Der Schweiß rann den Aktiven und den wenigen Zuschauern aus allen Poren. So schön alles war, wie gut alles klappte, niemand fand rechte Festesfreude. Und doch versammelt sich die Turnerfamilie in jedem Jahr wieder im Vereinslokal, um in den verbliebenen Räumen ein gemütliches Kappenfest "ganz unter sich" mit einigen wenigen persönlichen Freunden zu feiern. 

1962 – 1986

In den frühen sechziger Jahren begann ein erneutes intensives Bemühen um einen Sportplatzneubau und um die Errichtung einer Turnhalle. Am 26.1.1963 wurde ein Antrag an den Gemeinderat gestellt, noch im gleichen Jahr wurden von der Gemeinde Rönsahl entsprechende Grundstücke gekauft und im Jahre 1964 wurde mit dem Sportplatzneubau begonnen. Ebenso wurde die Errichtung einer Schulturnhalle in Angriff genommen. Der Verein mußte sich in den folgenden Jahren in Geduld üben, denn erst 1968 konnten beide Baumaßnahmen für den Sportbetrieb freigegeben werden.

1969 übernahm Josef Becker die Vereinsführung des TSV, da der langjährige 1. Vorsitzende H. Praschnigg aus beruflichen Gründen sein Amt niederlegte.

In Verbindung mit dem Bezirksturnfest wurde im Sommer 1971 das 85-jährige Vereinsjubiläum in einem Festzelt auf dem Feuerwehrplatz gefeiert. Der bekannte Humorist Kurt Lauterbach sorgte für ein "volles Haus".

Im aktiven Vereinsgeschehen muß der erfolgreiche Besuch einer Vielzahl von Turnfesten hervorgehoben werden; so errangen 1964 auf dem Deutschen Turnfest in Essen zehn Teilnehmer zehn Siege, 1968 auf dem Deutschen Turnfest in Berlin erreichten neun Teilnehmer eine Siegerplakette. Die Zahl der Sportabzeichenbewerber war in diesen Jahren beachtlich, die Errichtung einer Knaben- und Mädchenturnriege 1967 trugen erheblich dazu bei. Die TT-Abteilung errang viele Gemeindemeisterschaften. Von 1962 bis 1971 spielte die erste Fußballmannschaft mit wechselndem Erfolg. Konnte 1963 noch eine gute Placierung in der höchsten Kreisklasse erzielt werden, mußte man drei Jahre später, 1966 in die 2. Kreisklasse absteigen. In den folgenden zwei Jahren wurde jeweils der zweite Platz belegt. 1969 konnte dann der Aufstieg gefeiert werden. Garant für diesen Aufstieg waren: Trainer W. Borrmann, Co-Trainer K.F. Schmidt und die Spieler: Hermann Schlüter, Axel Kaczmarek, Hans Jürgen Tomczak, Fred Struck, Hans Gerd Crummenerl, Klaus Peter Ross, Bernd Dietrich Vollmann, E: Schulz, Rainer Daase, Bernd Stelse, Harry Malter, Jürgen Siegenthaler, Rainer Schwanna und Geschäftsführer Rainer Crummenerl. Die Reservemannschaft und die Jugend konnten sich durchweg in ihren Klassen behaupten.

1972:
Der Vorstand wurde neu gewählt: 1. Vorsitzender Klaus Peter Ross, 2. Vorsitzender: Elmar Wegge, 3. Vorsitzende Hertha Tomczak, Kassierer Fritz Voswinkel, Schriftführer: Fritz Finke, Geschäftsführer: Rainer Crummenerl

K. F. Schmidt übernahm die Übungsleitertätigkeit für die Fußballer.

1986 – 1997

Nach dem glanzvollen Jubliäumsfest anläßlich des 100-jährigen Bestehens des TSV Rönsahl, das zu Pfingsten 1886 in gebührendem Rahmen gefeiert wurde, gingen die sportlichen und gesellschaftlichen Bemühungen des Traditionsvereines TSV Rönsahl unvermindert weiter, Die Vereinsarbeit - Breitensport statt Spitzensport, so die Devise - trugen auch in den Folgejahren Früchte. Erheblich aufgewertet werden konnte, die im städtischen Besitz befindliche Sportanlage am Haarhauser Weg. Durch beispiellose Initiative des 1. Vorsitzenden Klaus-Peter Roß, konnte der Verein auf dem Sportgelände am Haarhauser Weg eine gänzlich in Eigenregie erstellte überdachte Tribüne errichten, die als mustergültig im ganzen Kreis bezeichnet wird und seit ihrer Inbetriebnahme dem gesamten Sportbetrieb völlig neue Möglichkeiten eröffnete. Kontinuierlich wuchsen das sportliche Angebot und ebenso die Mitgliederzahl. Im Jahre 1997 kann der TSV auf rund 500 Mitglieder, besonders stolz sind wir auf den hohen Prozentsatz an aktiven Jugendlichen, stützen.
Zu den sportlichen Aushängeschildern zählen neben der Fußballabteilung seit Jahren die verschiedenen Turnriegen, insbesondere auch die Hap-Ki-Do-Kas und natürlich die äußerst aktive Langlaufabteilung, die sich mittlerweile weit über die Grenzen des heimischen Sportkreises einen Namen gemacht und durch viele Mannschafts- und Einzelsiege – auch auf internationaler Ebene errungen – auf sich aufmerksam macht. Ein Highlight ist unter anderem in jedem Jahr der auf dem Rönsahler Sportplatz initierte Volkslauf, der ganz beachtlichen Zuspruch findet. Von guter Kameradschaft in allen Abteilungen wird regelmäßig auf den Jahreshauptversammlungen berichtet. Glanzlicht im Jahre 1996 war die Erstellung eines eigenen Vereinsheimes, daß unsere Sportanlage am Haarhauser Weg noch weiter aufwertet und sie zu einer der ersten Adressen im Sportkreis Lüdenscheid werden lies. Natürlich gehen 10 Sportjahre nicht ohne personelle Veränderungen an der Vereinsspitze ins Land. So wurde unserer langjähriger erster Vorsitzender Klaus-Peter Roß zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seine Nachfolge in der Vereinsführung übernahm Helmut Dersch, der den Vorsitz an Gerd Piefer weitergab. Auf der Jahreshauptversammlung 1993 wurde Hermann Schlüter auf die Kommandobrücke unseres Vereinsschiffes gewählt.

1886. Eine Zahl. Viel Tradition!

WIR VEREINEN LIEBE ZUM VEREIN UND LEIDENSCHAFT ZUM SPORT.